ILF Beratende Ingenieure nehmen Stellung zur Planung von Gaspipeline in Pakistan

Projekt ist nicht von den internationalen Sanktionen gegen den Iran betroffen

München, 5. April 2012 – Im Zuge der Sanktionen gegen den Iran ist auch ein Projekt des Münchner Unternehmens ILF Beratende Ingenieure in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt: die Mitarbeit bei der Planung einer Gaspipeline in Pakistan.
Dieses Pipelineprojekt soll bei Fertigstellung an die derzeit im Bau befindliche Pipeline auf dem Gebiet des Iran angeschlossen werden. ILF hat mit der Pipeline im Iran nichts zu tun. Selbstverständlich beobachtet ILF laufend die sich ändernden Sanktionen gegen den Iran und den Einfluss auf laufende Aufträge und mögliche zukünftige Projekte. Das Mitwirken bei diesem innerpakistanischen Projekt verstößt nicht gegen die derzeit international geltenden Sanktionen.

„Sollte sich daran etwas ändern und die Sanktionen auch diesen Teil der Pipeline betreffen, werden wir die Arbeiten sofort einstellen und den Vertrag auflösen“, so Bernhard Lässer, Geschäftsführer der ILF München. „So ist das selbstverständlich übliche Praxis, beispielsweise wurde im vergangenen Jahr als Reaktion auf die verschärften Sanktionen unsere Mitwirkung an einem Projekt für eine Ölfeldentwicklung im Iran eingestellt.“
Das Unternehmen ILF gewann im Jahr 2007 eine internationale Ausschreibung, an der zahlreiche namhafte Ingenieurbüros aus der ganzen Welt teilgenommen hatten. Die Auftragsvergabe hat sich dann bis Anfang 2011 hingezogen. Aufgabe der ILF ist es, das Pipelinesystem in Pakistan zu planen und die Ausschreibungen für die dann am Bau beteiligten Generalunternehmer vorzubereiten. Auftraggeber ist das pakistanische Unternehmen ISGS (Interstate Gas Systems), welches keinerlei Verbindung zum Iran hat.
Die Situation hinsichtlich der Energieversorgung von Pakistan ist dramatisch. In zahlreichen Städten gibt es stundenlang keinen Strom, an vielen Orten kein Gas. Landesweit bleiben aus Energiemangel Fabriken an drei Tagen die Woche geschlossen. Anees ur-Rehman, Ingenieur und Leiter des ILF-Büros in Lahore Pakistan, warnt: „Die Energieknappheit ist für Pakistan eine große Gefahr. Viel größer als Selbstmordanschläge.“

Geplanter Fertigstellungszeitpunkt der Gaspipeline ist Ende 2014. Während die Pipeline auf iranischer Seite bis auf die letzten 250 km bereits fertiggestellt ist, ist die Leitung auf pakistanischer Seite noch im Planungsstadium. Die Länge der Pipeline auf pakistanischer Seite beträgt rund 780 Kilometer. Wird das Projekt nicht rechtzeitig fertiggestellt, fallen auf pakistanischer Seite enorme finanzielle Belastungen an, da es seitens der pakistanischen Regierung ein sogenanntes ‚Take or Pay Agreement‘ mit dem Iran gibt.

Zum Unternehmen:
Die ILF blickt auf eine mehr als 40-jährige erfolgreiche Firmengeschichte zurück und beschäftigt derzeit mehr als 1.800 Mitarbeiter an den Hauptstandorten München und Innsbruck sowie in seinen über 30 Niederlassungen weltweit. ILF ist in den Geschäftsfeldern Öl & Gas, Energie & Klimaschutz, Wasser & Umwelt sowie Verkehr & Bauwerke tätig und bearbeitet in all diesen Feldern anspruchsvolle Projekte.

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